Der Begriff „Lernende Organisation“ ist mittlerweile kein Fremdwort mehr und viele Unternehmen orientieren sich bereits unbewusst oder bewusst an den Schlüsselelementen der „Lernenden Organisation“.

Die Erkenntnis das auch Klein- und mittelständische Unternehmen in Deutschland dem zunehmenden Wettbewerbsdruck einer globalen Welt ausgesetzt sind, ist nicht neu. Zahllose Initiativen des Bundes und Europäischer Förderprogramme zielen darauf ab, moderne Qualifizierungsmethoden als Basis für die globale Wettbewerbsfähigkeit und einer Wissensgesellschft in KMUs populärer und tragfähiger zu machen. Jedoch ist die Etablierung von modernen Qualifizierungsmethoden wie e-Learning in Klein- und mittelständischen Unternehmen ungleich „schwieriger“ als in Großunternehmen. Die notwendigen Veränderungen und der Prozess der damit einhergeht bringen für KMUs zum Teil anspruchsvolle Herausforderungen mit sich. Als gute Voraussetzung für die beschriebenen Veränderungen im Bereich der Qualifizierung und Fortbildung der Mitarbeiter wird die „Lernende Organisation“ genannt. Aber was beschreibt eine Lernende Organisation? Was sind die Unterschiede zu einem traditionellen Unternehmen?

Charles C.Handy beantwortet die Frage:„Was unterscheidet eine lernende Organisation vom traditionellen Unternehmen?“ wie folgt:

  • Eine lernende Organisation geht von der Annahme aus, dass ihre Mitarbeiter kompetent sind: Sie erwartet von dem Mitarbeiter Professionalität, d.h. dass er bestmögliche Leistung bringt mit möglichst wenig Kontrolle. Diese Annahme ermöglicht flache Organisationen mit weniger Kontrolleuren; die Organisationen sind dadurch schneller, effizienter und rentabler.
  • Kompetenz entsteht durch Lernen; Lernen erfordert Neugier und den Mut zum Fehler. Eine lernende Organisation ermutigt den Mitarbeiter zum Experimentieren. Fehlgeschlagene Experimente dürfen nicht als Misserfolg verurteilt werden, sie müssen als Teil des Lernprozesses betrachtet werden, als neue Erkenntnisse. Hierfür ist die Bereitschaft zu verzeihen unerlässlich.
  • Kompetenz, Neugier, Misserfolge verzeihen oder Erfolge feiern verlangt Vertrauen. Ein Mitarbeiter mag durchaus kompetent sein: Sie werden ihm nicht erlauben, diese Kompetenz unter Beweis zu stellen, wenn Sie ihm nicht vertrauen.
  • Um Vertrauen zu schaffen, ist Zusammenarbeit notwendig. Zusammenarbeit unter einem gemeinsamen Ziel – in nicht zu großen Arbeitsgruppen – schafft Teamgeist, Vertrauen und Synergien. Der Zusammenhalt entsteht durch gemeinsame Überzeugungen und Werte, nicht durch Kontrolle von oben.

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