Es ist schon eine ganze Weile her, da habe ich in meiner Rolle als Projektmanger für e-Learning-Projekte mit meinen Kollegen bei der edutrainment company darüber unterhalten, wie sich e-Learning/Blended Learning verändern müsste damit es den Ansprüchen von aktivierenden, motivierenden und gehirngerechten Lernen gerecht wird. Ein großer Bestandteil der klassischen e-Learning Umgebungen ist eine Lernplattform auf der dann entsprechend auch WBT´s zur Verfügung gestellt werden. Wie könnte also ein modernes Lernprogramm (Web Based Training) aussehen, dass den oben genannten Ansprüchen gerecht wird? Oder anders ausgedrückt, können Lernprogramme in modernen Lernlösungen überhaupt noch punkten und welche Anforderungen müssten dann erfüllt sein?

Es geht also in diesem Beitrag weniger darum zu Fragen ob Lernprogramme an sich noch zeitgemäß sind, sondern ob man Lernprogramme so verändern kann das diese auch zukünftig Bestandteil moderner Lernlösungen sein können.

Denn in Zeiten von MOOCs (Massive Open Online Course) werden klassische Web Based Trainings oft als rückständig angesehen, da Sie in sich geschlossene Lerneinheiten sind die wenig Interaktion mit anderen Lernwerkzeugen ermöglichen. Gehen wir aber etwas weg von dieser Perspektive.

Schaut man sich also an welche Qualitätskriterien denn an ein gutes Web Based Training angelegt werden, so habe ich eine etwas ältere Unterlage dazu von der Telekom griffbereit, die durchaus geeignet ist auch aktuelle Web Based Trainings unter diesen Aspekten zu betrachten und zu bewerten.

090402_Qualitätskriterien_WBT_Entwicklung

Über die von der Telekom definierten QS-Kriterien hinaus – möchte ich einige andere Kriterien in den Vordergrund stellen, bzw. mit der Frage beschäftigen; Wie können Lernmodule aussehen die den Anspruch haben, sich an den Bedürfnissen der „Lernenden“ zu orientieren? Ich unterstelle das die im folgenden genanten  Kriterien für alle Lernenden gleichermaßen für den Lernerfolg von Bedeutung sind:

1. Modulare kleine Lerneinheiten mit einer Lerndauer von 5 Min. (Konzentration auf das Wesentliche, den Lernenden aktivieren statt mit Informationen erschlagen)
2. Die Module sollten auf mobilen wie auf stationären Rechnern lauffähig sein (Orts- und Zeitunabhängiges Lernen, plattformunabhängig)
3. Kleine Übungen dienen der Reflektion über das Gelernte, die Übungen können jederzeit unterbrochen werden und zu gegebener Zeit fortgesetzt werden.
4. Explorativ, Narrative Elemente(Bsp. an einem Fallbeispiel/Szenario orientierte „Geschichte“ die den Alltag der Zielgruppe widerspiegelt und sich über mehrere kleinere Module verteilt)
5. Spielerische Elemente helfen dabei die Motivation hoch zu halten (positive Emotionen helfen dabei den Lerninhalt besser zu transportieren)–> „Games Based“ Artefacts sozugen.
6. Anreizsysteme (Challenge Charakter, Punktesystem…nicht nur für den motivierten Vertriebsmitarbeiter zu empfehlen)
7. Virtueller Lernbegleiter (Bsp. als Identifikationsfigur oder auch Lernbegleiter)
8. Offene Lernmodule (Verweise auf andere Tools bsp. zur Kommunikation)
9. Kollaborative Elemente wie bsp. ein Tool für gemeinsames Brainstorming (Möglichkeit andere Lernende zu kontaktieren, kann durchaus auch außerhalb des klassischen „WBT-Setting“ statt finden)

Würden Sie noch weitere Punkte nennen können? Wie sind Ihre Erfahrungen mit Web Based Trainings – als Entscheider und/oder Nutzer? Bewerten Sie auch gerne Ihre Erfahrungen mit aktuellen Web Based Trainings!

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