Lernen verändert sich in den Unternehmen

„Sie denken bei Lernen noch an Kurse, Seminare und der Content kommt von einem Dienstleister?“

Wie neulich bei Dr. Thomas Tillmann in einem sehr interessanten Beitrag zum Thema „die Zukunft des Lernens“ beschrieben hat, wird Lernen in den Unternehmen zukünftig immer weniger mit Kursen und sequenziellen, langatmigen, von A nach B zu blätternden Lernmodulen zu tun haben. Vorbei sind die Zeiten bei denen Lernen und Arbeiten so voneinander getrennt waren, wie es in den letzten 10 Jahren in den Unternehmen praktiziert worden war. Durch agile Arbeitsprozesse wird Lernen fester Bestandteil des Arbeitsprozesses – Siehe Agiles Arbeiten bsp. Scrum. Wie wir lernen wird sich dadurch zunehmend verändern und somit auch wie wir in den Unternehmen Lerninhalte und Lernumgebungen gestalten werden.

Zum Glück möchte man sagen, zum Glück sage ich. 

Digitales Lernen

Und erinnern Sie sich noch an eLearning? Noch vor gar nicht allzu langer zeit war das Lernen mit digitaler Unterstützung eigentlich schon tot gesagt. Sündhaft teure Lernplattformen die wenig bis keine Akzeptanz bei den Teilnehmern gefunden haben, so sexy wie eingeschlafene Füsse und Web Based Trainings (Lernmodule) mit einer teils erschreckend geringen Teilnehmer-Relevanz – ganze zu schweigen von der Teilnehmermotivation. Nein, das ist kein Vorwurf, sondern eine Entwicklung die es gegeben hat und eine Realität die es heute so in den Unternehmen noch gibt.

– Pause –
Aber was rede ich da, digitales Lernen als Bestandteil des Corporate Learning erlebt geradezu einen Boom. Nicht nur Digitale Transformation oder die Notwendigkeit arbeitsplatznah und situativ zu lernen, spielt den Vorteilen des digitalen Lernens in die Hände.

Digitales Lernen im Jahr 2016 bedeutet das Wissensvermittlung sehr modular geschieht in sogenannte Lernhäppchen aufgeteilt, Lernumgebungen so gestaltet sind, daß Sie pragmatisch und schnell einsatzbereit sind. Das von „oben“ verordnete Lernen – ganz nach dem Management-Motto der letzten 50 Jahre:“Wir wissen schon was für Euch gut ist“ ist ein Auslaufmodell bzw. kann nicht mehr der alleinige Maßstab sein. NEIN, die Mitarbeiter bestimmen im Rahmen von agilen Teams oder selbstorganisierten Teams was Sie lernen wollen, ehrlicherweise muss man wohl besser sagen – lernen müssen, um das nächste Projekt auch stämmen zu können. Vorratslernen auf Halde, daß dann bei Bedarf abgerufen werden kann, funktioniert nicht. Die Motivation steigt mit der Relevanz und somit den Erfolg der Maßnahme, völlig unabhängig ob Digital oder Präsenz.

Besser: Die Personalentwicklung sorgt mit den Mitarbeitern zusammen dafür, daß je nach Bedarf relativ schnell die notwendigen Inhalte in Form von Linksammlungen, Videonuggets, Workshopformaten und agile Trainings zur Verfügung stehen. Die Führungskräfte der Fachabteilungen werden aktiv darin unterstützt, daß Lernen sich an den Herausforderungen der täglichen Arbeit  orientiert.
Vorratslernen war gestern.

 

Grafik von Dr. Thomas Tillmann

Grafik von Dr. Thomas Tillmann

Agile, digitale Lernumgebungen

Agile Trainingsformate mit einer Dauer von max. 1 Tag mit einem Lernbegleiter oder auch Lerncoach anstatt dem klassischen „Frontal- Trainer“, Contentproduktion erfolgt mit dem Smartphone und einer cleveren App, Transfer durch Coaching on the Job  – Und das klassische Training…? Auch das wird es noch geben.

An Wissen mangelt es nicht. Wer kommt heute eigentlich noch auf die wahnwitzige Idee sich für tausende von Euros Wissen in Web Based Trainings packen zu lassen, wo das Wissen  im Internet in Form von YouTube, Slideshare, Twitter und andere Tools kostenlos zur Verfügung steht. Die Erfahrung der teuren nicht genutzten WBTS, LMS und weitere digitale Staubfänger haben viele Unternehmen machen müssen und sind gebrannte Kinder.

Das kuratieren von relevanten Inhalten wird zukünftig immer häufiger  an die Bedarfe der Mitarbeiter durch die Mitarbeiter selbst angepasst und dazu nutzen die Teams die angesprochenen, pragmatischen Werkzeuge, die Ihnen gerne in Abstimmung mit der PE zur Verfügung gestellt werden.

Ich denke es ist deutlich geworden das es nicht mehr um Lernen als „Maßnahme“ oder im Rahmen eines „Kurses“ geht, sondern Lernen und somit auch digitales Lernen, werden fester Bestandteil unserer Arbeit. Und daher sind agile, modulare, pragmatische Lösungen gefragt die schnell und unbürokratisch zur Verfügung stehen. Endlich wächst zusammen, was schon immer zusammen gehört hat.

Ach herrje – jetzt wollte ich diesen Beitrag eigentlich nur nett einleiten und Ihnen/Euch vorstellen, nicht nur warum, sondern auch wie man heute agil und pragmatisch Content entwickeln kann. Dazu aber dann mehr in meinem nächsten Beitrag den ich die nächsten Tage folgen lasse.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

%d Bloggern gefällt das: